Pflanzung Demonstrationsstandort „Lerchenhof“

Das Team von LIGNOVIS und IfaS mit Landwirt Robert Künne, © Charlotte Oeken/IfaS

Am 17. und 18. März 2025 wurde auf dem Lerchenhof in Jesewitz ein neues Agroforstsystem als Demonstrationsstandort gepflanzt.

Bei schönstem Sonnenschein brachte das Team von LIGNOVIS zusammen mit Bio-Landwirt Robert Künne und Teilen des AGROfloW-Projektteams 3.650 Pappeln in vier Sorten, 475 Edellaubgehölze und 640 Biodiversitätsgehölze in die Erde.

Das System ist mit 2,6 ha Gehölzfläche auf 8 ha Ackerfläche gehölzbetont und soll neben der Produktion von Energieholz insbesondere den Wasserhaushalt auf der Fläche verbessern sowie einen Beitrag zu mehr Biodiversität und Biotopverbund in der Landschaft leisten.

Die drei in Nord-Süd Ausrichtung verlaufenden Streifen sind 18 m breit und beinhalten jeweils 5 Gehölzreihen. Davon ist jeweils eine mit den Edellaubgehölzen (Vogelkirsche, Winterlinde, Spitzahorn und Stieleiche) versehen. In zwei Streifen befindet sich außerdem je eine Reihe mit einer diversen Mischung aus 16 verschiedenen fruchttragenden und Biodiversitätsgehölzen, darunter z.B. Kornelkirsche, Haselnuss, Salweide, Weißdorn und Speierling. Die übrigen Reihen sind mit Pappeln, in vier verschiedenen Sorten bestückt. Durch eine zeitlich gestaffelte Nutzung der einzelnen Komponenten, entsteht mit der Zeit ein Nutzungsmosaik auf der Fläche, was den Randlinienreichtum und die Vielfalt in der Landschaft weiter erhöht.

Die Kosten für die Anlage und Etablierungspflege des Agroforstsystems belaufen sich auf rund 30.000 Euro.

Landwirt Robert Künne war sehr glücklich, das System nun in die Tat umgesetzt zu sehen und verband die Pflanzung direkt mit dem Testen eines sogenannten „Impfkompostes“ in den die Wurzeln des Pflanzguts eingetaucht wurden. Der Kompost soll Symbiosen fördern, damit die Pflanzen bestens mit Mikroorganismen und Nährstoffen versorgt werden.

Robert entwickelt seinen Bio-Demobetrieb für Sachsen seit 2017 konsequent weiter. Mit dem Aufbau der Lerchenbergmühle gemeinsam mit Johanna Tschiersch verband er seine Urproduktion mit einer lokalen Weiterverarbeitung. Mit dem Agroforstsystem investiert er in den nachhaltigen Bodenaufbau, den Winderosionsschutz wie auch diverse Ökosystemleistungen. Ein weiterer Baustein für eine gute betriebliche und verbundene ländliche Entwicklung. Wir freuen uns über so viel Pioniergeist und sind gespannt, wie sich die Gehölze entwickeln!

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