Vom Gewässerprojekt zur Landnutzungsstrategie – Abschlussbericht ElmaR III veröffentlicht

Zugegeben der Langtitel ist ein wenig sperrig: Erprobung spezifischer Handlungsfelder zur Umsetzung einer naturnahen Gewässerentwicklung im Rahmen einer Machbarkeitsstudie – ElmaR III.

Dahinter verbirgt sich ein Lösungsvorschlag, wie man mit und in der Praxis die Zielumsetzung der EU-WRRL voranbringen kann. Dies ist auch bitter nötig, denn in Sachsen erfüllen nur 7% der Fließgewässer den geforderten guten ökologischen Zustand. Ein Grund liegt in der fehlenden Verfügbarkeit von Flächen beidseits des Gewässers. Aber wie erhöht man die Bereitschaft von Eigentümern sich für diese gesellschaftlich bedeutenden Renaturierungsprojekte zu begeistern oder zumindest diese (still)schweigend zu unterstützen?

Man soll, nein man muss die Kulturlandschaft mit ihren Menschen und vor allem Allen, die hier ihr Einkommen erarbeiten, mitnehmen. Dazu braucht es die Bereitschaft auch Kompromisse einzugehen, z.B. eine Renaturierung produktionsintegriert zu denken. Werte zu erhalten, neue zu platzieren und natürlich auch zu ernten. Allein sektoral gedacht geht das nicht. Also haben sich Wasserbauer, Landschaftsarchitekten, Landwirte, Bürgermeister, Ökonomen, Biologen und Energieexperten mit dem Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie zusammengetan, um ausgehend von einer Gewässerrenaturierung eine Landnutzungsstrategie zu entwerfen. Und die geht so: Das eigentliche Gewässer bekommt etwas mehr Platz, darf sich entwickeln und wird ab der Uferoberkante von dienenden landwirtschaftlichen Gehölzkulturen eingerahmt (Agroforst & Niederwald mit Kurzumtrieb). Diese werden natürlich in einem ausgeklügelten Mosaik geernet und sorgen für Wärme im kommunalen Wärmenetz.

Der vorliegende Abschlussbericht beleuchtet detailliert, wie so eine Strategie entwickelt und umgesetzt werden kann und natürlich auch, welche Kompromisse und auch Förderung notwendig ist. Das Besondere dabei ist, dass jede Investition und staatliche Förderung direkt in die ländliche Entwicklung mit den dort ansässigen Unternehmen fließt. Dies stärkt Mensch und Natur.

Hier geht es zum Abschlussbericht.

Hier geht es zu unserem Projektpartner Stowasserplan.

Hier geht es zum aktuellen Agroforstprojekt am Tauchnitzgraben AGROfloW.

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