Agroforstwirtschaft als Werkzeug für Biotopverbund und Erhalt der Biodiversität in der Kulturlandschaft

Agroforstwirtschaft bietet als multifunktionale Landnutzungsform eine Reihe von Vorteilen, die von Ertragssicherung bis hin zu Klimaanpassung und erhöhter Artenvielfalt reichen. In einem Artikel für die Fachzeitschrift WASSER UND ABFALL des Bundes der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau (BWK) beschreiben das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement, IfaS (Hochschule Trier) in Zusammenarbeit mit der Hochschule Geisenheim den Zusammenhang zwischen strukturell komplexen Landnutzungsformen wie Agroforst  und Biodiversitätserhalt.

Die Inhalte basieren auf vergangenen und laufenden Projekten wie FNR MODEMA, FNR AGROfloW und EU LIFE AFaktive, die gleichzeitig Best Practice-Beispiele für die Skalierung von Agroforstsystemen anbieten.

Die AutorInnen betrachten Agroforstwirtschaft im Rahmen einer Weiterentwicklung von Landnutzung, indem eine landwirtschaftliche Nutzung mit weiteren notwendigen Anforderungen z. B. des Gewässerschutzes und des Biotopverbundes in einer „lebendigen Kulturlandschaftsentwicklung“ verknüpft wird. Vor allem vor dem Hintergrund des Klimawandels stellen Agroforstsysteme interessante Ökosystemleistungen für relativ überschaubare finanzielle Aufwendungen bereit. Mehr Strukturvielfalt in der Landschaft – durch Gehölze und Sträucher – bedeutet mehr Artenvielfalt, denn die Gehölzstrukturen dienen z.B.  als Lebensräume oder als Trittsteine bzw. Biotopkorridore.

Sollte sich diese (noch) Nischen-Landnutzungsform mehr in der landwirtschaftlichen Praxis verbreiten – vorbildlich durch einen kollaborativen Ansatz für lokale Wertschöpfungsketten (Energieholz, Obst, Nüsse usw.) – könnte die Agroforstwirtschaft einen nicht vernachlässigbaren Beitrag zur Erfüllung von Biodiversitäts- und Gewässerschutzansprüchen leisten.

Mehr Details können Sie dem unten bereitgestellten Artikel entnehmen.

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